asterisque

Der Verlust der Realität. Das ist es, was Angst macht. Der Verlust der Realität. Wahrnehmung und Realität. In diesen Landschaften. In diesen schwarzen Landschaften. Unheimlich. Steine bedeckt mit Moosen, grünlich silbern, seltsam dicht, weich, undurchsichtig, unüberblickbar. Du weisst nicht, wie dick das Moos tatsächlich ist, was sich darunter verbirgt. Einfach die bucklige Fläche. Oder Felsformationen, bizarre Formen, Gesichter überall. Du weisst nicht, ob die Gesichter tatsächlich da sind, wie viele. Und vor allem, du weisst nicht, ob die anderen die Gesichter auch gesehen haben. (...)

Alles wird extrem. Alles wird zu einem Kampf. In diesem Wind vor allem. Du gehst aus dem Haus und du kämpfst gegen den Wind an. Oder gegen dich selbst, denn du weisst, dass du gegen den Wind keine Chance hast. Er ist sowieso da. Und viel stärker als du. Also kämpfst du gegen deine Ungeduld und gegen deine Wut. Weil du weißt, dass du dich einfach nicht wegen dem Wind nerven darfst. Und deshalb wird in diesem Kampf alles masslos. Geschichten, die man sich erzählt.

Auszug aus *(astérisque) mémoire de fin d’études Reykjavík Genève 2002